Was sind die sogenannten Drawing Hands, und wie spielt man diese. Eine Drawing Hand sind die Karten, welche noch einer Verbesserung bedürfen, um zu gewinnen. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Drawing Hands. Die Drawing Hands mit z. B. zwei Paaren oder einem Set benötigen eine Verbesserung zu einem Full House, haben aber auch ohne diese Verbesserung durchaus eine Chance, den Pott zu gewinnen.
Idealerweise benötigt die Drawing Hand nur noch eine zusätzliche Karte, um den Flush zu bilden und noch besser führt diese fehlende Karte zu einem open-end Straight. Dies ist wichtig, wenn man den Pott durch die Bildung eines Pairs gewinnen möchte.
Besonders wichtig ist das Wissen um die Gefährlichkeit des erwünschten Straight Draws. Sollte ein Flush bereits möglich sein, besteht das Risiko, bereits drawing dead zu sein. Es gibt eine nicht verbindliche Regel die besagt, dass man, sofern man bereits einen Flush erreicht hat, nicht noch auf einen Straight hinarbeiten sollte. Bereits die Möglichkeit eines Flush Draws verringert die Wertigkeit eines Straight Draws, weil die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass ein Viertel der Karten, die einem beim Straight helfen, zeitgleich auch einem Gegenspieler zum Flush verhelfen können. Mit mehreren Flush-Möglichkeiten auf dem Table sinken die realen Outs auf die Hälfte. Das kann oft genug Grund sein, auszusteigen, sofern der Pott nicht ungewöhnlich groß ist.
Zusammengefasst kann man also sagen, das die Drawing Hands Karten darstellen, aus denen sich diverse Möglichkeiten ergeben können, aber noch nicht direkt als gutes Blatt dargestellt sind. Mit etwas Kalkül und Vorsicht, plus dem gewissen Quäntchen Glück, sind die Drawing Hands eine gute Sache beim Pokerspiel, sofern man sich als Spieler entsprechend verhält und diese Karten zu seinen Gunsten zu nutzen weiß. Man muss bei den Drawing Hands immer abwägen, ob es sich lohnen könnte, sie weiterzuspielen oder ob man sie besser folden sollte, da die Chancen auf die entsprechende fehlende Karte, die zum Gewinn des Potts führt, zu gering sind.